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Zinsderivate und Swaps missverstanden

Das Wort Derivate hat bei vielen Menschen einen schlechten Ruf. Woran liegt das? Werden sie einfach nur missverstanden, oder wird damit tatsächlich so viel Schlechtes und Unrechtes getan? Zinsswaps = Spekulation? Derivate und sogar so einfache Produkte wie Zinsswaps werden nicht selten als rein spekulative Roulette-Spielereien von Banken und Financiers dargestellt. Und das nicht nur […]

Bewertungsdifferenzen bei Derivaten durch die Konvexitäts-Modellierung

Immer wieder werden wir gefragt, warum die Preise für strukturierte Derivate von Anbieter zu Anbieter oft stark voneinander abweichen, obwohl die Preise für gewöhnliche Optionen und Plain Vanilla Swaps im Markt mittlerweile so gut wie ident sind. Der Hauptgrund liegt in der Verwendung unterschiedlicher Modelle, doch selbst dann, wenn zwei Marktteilnehmer das selbe Grundmodell anwenden, […]

Wie ISDA SIMM die Berechnung von Sicherheiten verändert

Die Risikomanagern so mancher Banken denken mit Bauchschmerzen an die neuen Collateral Bedingungen für außerbörslich gehandelte und nicht zentral geclearte Derivate, die ab dem kommenden Jahr neu abgeschlossen werden. Nicht nur, dass die Risikomanager plötzlich vielerorts für die neue Margin Berechnung, die dann aus Inital und Variation Margin bestehen wird, zuständig werden, sie müssen sich […]

Welches Master Agreement ist das Beste?

In der Welt der OTC-Derivate gibt es mehrere unterschiedliche Vertragstypen zwischen den Kontrahenten. Diese werden allgemein als “Master Agreements” oder Rahmenverträge bezeichnet. Gängig sind seit langer Zeit das ISDA Master Agreement, das von der International Securities and Derivatives Association bereit gestellt wird, sowie im deutschsprachigen Raum der “Deutsche Rahmenvertrag”. Diesen will das European Master Agreement […]

Umstrukturierungen

Geht das Neugeschäft schleppend, klingeln die Telefone bei Unternehmen, Kommunen, Versicherungen und Versorgungswerken. Die fleissigen Banker, die ihnen vor einiger Zeit Zinsswaps, exotische Strukturen und strukturierte Bonds verkauft haben, kommen plötzlich mit tollen Ideen, wie man die alten Trades umstrukturieren könnte. Danach wären die Geschäfte für den Investor wieder viel attraktiver, versprechen sie. Nun liegt […]

Eignungscheck für Derivatberater

Anders als z.B. bei Rechtsanwälten, Ärzten und Steuerberatern darf sich jeder – unabhängig von seiner Ausbildung und Erfahrung – als Derivat- oder “Finanzexperte” bezeichnen. Ratsuchende können sich daher nicht darauf verlassen, dass eine Kammer oder eine staatliche Institution darüber wacht, dass nur wirklich objektiv qualifizierte Berater am Markt ihre Leistungen anbieten. Gleichzeitig sorgen hohe Spezialistenhonorare dafür, dass sich auch solche Personen als Berater anbieten, denen wesentliche Qualifikationen fehlen.

Zum Nutzen von Swaps (Teil 2)

In einem früheren Beitrag hatte ich dargestellt, wie man mit Zinsderivaten wesentliche Eigenschaften von Grundgeschäften (z.B. Darlehen) verändern kann, ohne dass bei dem Grundgeschäft selbst vertragliche Änderungen vorgenommen werden müssen. Dies ist z.B. dann nützlich, wenn der Modifikation des Grundgeschäfts vertragliche, (steuer-)rechtliche oder sonstige operative Hindernisse entgegenstehen.

Daraus folgt jedoch nicht, dass der Einsatz von Derivaten so etwas wie eine grundsätzliche Gewinngarantie verspricht. Vielmehr handelt es sich um einen bilateralen Vertrag, bei dem dem Gewinn der einen Partei immer auch ein spiegelbildlicher Verlust der anderen Partei gegenüber steht.

Dennoch hält sich im akademischen Bereich hartnäckig die Ansicht, dass Zinsswaps eine “Win-Win-Situation” für beide Seiten erzeugen könnten. Man beruft sich dabei auf die Theorie des komparativen Kostenvorteils von David Ricardo. Dieser Behauptung werden wir heute einmal auf den Grund gehen.